Alle Artikel mit dem Schlagwort: Nachdenken

HALLO NACHBARN

So viele neue Nachbarn aus aller Welt hat es lange in Deutschland nicht mehr gegeben. Schlimme Geschichten liegen hinter diesen Menschen; ein Grund mehr, es ihnen in unserem friedlichen Land, in unserer hübschen Stadt so schön wie möglich zu machen. Mit Winken und Wasserflaschen am Bahnhof ist es aber nicht getan. Wir müssen diesen Menschen Mut machen und ihnen zugleich zeigen, wie hier der Hase läuft, was geht, und was nicht, wie man hier lebt, was in unserem Grundgesetz steht, wie man unsere Sprache spricht – und was wir unter unseren „freiheitlichen Grundwerten“ verstehen. Wir brauchen viele liebe Nachbarn in den nächsten Jahren, um das zu schaffen. Menschen, die zum Beispiel ein Freiwilliges Soziales Jahr in Würzburg leisten, Menschen, die mit Rat und Tat zur Seite stehen, Menschen, die vielleicht noch Platz haben bei sich und gerne jemanden Fremdes ohne Vorurteile aufnehmen – und Menschen, die sich ignoranten, fremdenfeindlichen Mitbürgern in den Weg stellen und ihnen Herz und Hirn öffnen. Bei uns gibt es genug von allem, das nötige Teilen wird aus einem reichen Land kein …

GOLDWERT – Über den Reichtum des Wartens

27 Tage warten wir auf öffentliche Verkehrsmittel / 22 Wochen wartet der Mann vor Umkleidekabinen auf seine Frau / 7 Monate warten wir im Wartezimmer / 5 Jahre verbringen wir beim Schlangestehen Nie zuvor verfügten wir über so wenig frei verfügbare Zeit wie heute! Und das, obwohl die moderne Medizin die Lebenszeit des Menschen verlängert. Es scheint, als könnte nichts diesen Trend zur Hochgeschwindigkeitsökonomie unterbinden. Selbst die modernste Technik versucht vergebens, durch immer effektivere und effizientere Arbeitsvorgänge für uns Menschen Zeit zu sparen. Doch wir scheinen unabwendbar unter Zeitdruck und Stress zu stehen. Diese Umstände führen bei uns Menschen zu Intoleranz gegenüber den vorzufindenden Normen vergangener Generationen. Statt die alten Traditionen zu pflegen und mit Freunden die Nachmittagsstunden einem Kaffeeklatsch zu widmen, verfallen wir in Verhaltensmuster, die von Fastfood, Briefings, Speeddating und Snacks gesäumt sind. Permanent versuchen wir Zeit zu sparen. Dass wir währenddessen vergessen, die uns verfügbare Zeit zu leben und zu genießen, mag für einen Außenstehenden unverständlich erscheinen. Der „Zeitsparer“ ist in Eile und bekommt von dem wertvollen Verlust meist kaum etwas mit. An den …