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Wine – Working – Women

WEINGUT FRANZISKA SCHÖMIG. Ein eigenes Weingut?  … so jung … mit knappen 30 Alleine? Nein, nicht ganz alleine: Familie, Freunde und Freunde von Freunden packen gern mal an, wenn es zum Beispiel heißt: Morgen müssen die Trauben runter.

Klein, aber mein

Es muss nicht immer höher, größer, breiter sein: Was, wenn man für den Traum von den eigenen vier Wänden auch auf kleinem Fuß leben könnte? Innovative Beispiele urbaner Lebensformen zeigen die Zukunftsgärten der Landesgartenschau Würzburg.

Licht & Schatten

Würzburger Kirchen in der Weihnachtszeit. Zwischen Licht und Schatten, hell und dunkel, zwischen beeindruckender und beängstigender Architektur. Wir haben 24 verschiedene Würzburger Kirchen in der Weihnachtszeit besucht, um die verschiedenen Stimmungen einzufangen, die Architektur und Licht erzeugen. Fotos: Nico Manger

Balz auf dem Würzburger Catwalk

Von dezentem Wegschauen hält man hier nichts: In Würzburg wird hinterhergeguckt, was das Zeug hält. Klar, dass es in lauen Sommernächten zwischen Festung und Residenz auf den städtischen Catwalks nur so wimmelt.  Als Einstieg für Touris, Neuwürzburger und gut betuchte Franken eignet sich natürlich am besten die Alte Mainbrücke. Eintrittskarte für die Mainvariante der Münchner Schickeria ist lediglich der klassische Brückenschoppen, den es geschickt durch die Menschenmassen zu jonglieren gilt. Für die Damen schickt sich außerdem die hochgekrempelte weiße Hose, kombiniert mit einer leichten Daunenjacke in pastelligen Frühlingsfarben. Dazu eine männliche Begleitung, leicht gebräunt, mit lässigem Kaschmirpullover über den Schultern. So lehnt man sich dann elegant neben Kilian an die Brückenmauer und begutachtet die – im Rausche des Weines – mediterran anmutende Landschaft. Und ihre Bewohner. Halbwegs unauffällig. Ganz und gar nicht unauffällig läuft das Prozedere dagegen beim Sonntagstreff ab. Location: MS Zufriedenheit beim Kulturspeicher. Niveau: für Würzburger, die schon ein paar Leute kennen. Denn hier guckt man sich unverblümt hinterher und grüßt dabei lässig nach links und rechts. Je häufiger, desto besser. Kommt man …

Das Dalle – Mehr als sehen und gesehen werden

Das Schwimmbad: heiß, nass, viel nackte Haut und hemmungsloses Beglotzen. Nicht umsonst sagt man vom Dalle, wie es von den Würzburgern liebevoll genannt wird, dass es dort nur um Sehen und Gesehen werden geht. Jeder präsentiert seinen Körper, alle glotzen – und das flirten kommt auch nicht zu kurz. Aber ist es denn wirklich so? Und war das schon immer so?  Um das herauszufinden, ist eine genaue Analyse der verschiedenen Badegäste unverzichtbar. Denn wer glaubt, alle Badegäste liegen quer im Dalle verteilt ohne jedes System, der hat sich getäuscht. Nahezu jeder Gast ist Mitglied einer festen Gruppe. Wer nicht drin ist, gehört auch nicht dazu. DER TURMFALKE Fast schon als Rudel kann man da beispielsweise die Turmspringer sehen. Junge, trainierte Kerle, die lebensmüde genug sind, vom berüchtigten 10-Meter-Brett zu springen. Und das auch nicht irgendwie, sondern in akrobatischen Figuren. Sie sind die Könige des Dalle. Jeder sieht sie, jeder kennt sie und keiner traut sich näher an sie ran. Sie sind immer unter sich – und wenn der Turm gerade mal nicht offen ist, tummeln …

Meer davon

Job gekündigt und Rucksack gepackt: Mein Abenteuer in Galizien.Manchmal muss man im Leben einfach unvernünftig sein. Einfach mal machen, was das Herz sagt: Den Job kündigen, das WG-Zimmer zwischenvermieten, den Rucksack packen, ein Flugticket buchen und los, ab ins Ungewisse!  Genau das habe ich im vergangenen Jahr getan. Ich wollte eine Auszeit vom 9-to-5-Joballtag, am Meer leben, das Leben mehr genießen und meiner Vernunft mal ein Time-Out verpassen. Denn mal ehrlich: Schließlich ist es doch das Vernünftigste, auf das eigene Gefühl zu hören und das zu tun, was sich gerade gut anfühlt. Klar, das ist oft gar nicht so einfach. Schließlich schwirren in unserem Hirn gerne einmal Worte wie Absicherung, Geld, Existenz oder gar Rente herum – aber hey, manchmal muss man sein hübsches Köpfchen auch mal aus- und das Herz anschalten. Ab und weg: Auf nach Galicia! Und während andere in meinem Freundeskreis Kinder kriegen oder Häuschen bauen, lasse ich einfach alles hinter mir. Ich kannte da jemanden, der jemanden kennt und fand mich schneller als gedacht in Spanien wieder. Genauer gesagt in einem …

Musik trifft auf Glaube

1.000 Chorproben, 160 Gottesdienste, 40 Konzerte „Wir machen Musik bis jeder beschwingt singt“, ertönt es aus dem Probenraum. Die Mädchen des Vorchors singen ein neues Begrüßungslied. Die jungen Stimmen klingen noch ein wenig wirr, ab und zu wird das ein oder andere Wort vergessen, genuschelt, ausgelassen. Aber das macht nichts, denn genau deswegen üben die Kleinen fleißig zusammen mit der Chorleiterin Frau Horn. Schließlich wollen sie professionelle Sängerinnen werden. Dass das jede Menge Übung, die richtige Körperhaltung und einen entspannten Kiefer erfordert, lernen sie bereits im Grundschulalter auf spielerische Art und Weise. Der Vorchor der Mädchen und Jungs ist die Grundlage für die Mädchenkantorei und die Domsingknaben. Die Kinder bilden die Basis, sie sind die Zukunft der Dommusik. Weniger verspielt, dafür ein ganzes Stück konzentrierter geht es in der Probe des Konzertchors zu. Hier probt Domkapellmeister Christian Schmid zusammen mit den Domsingknaben für bevorstehende Konzerte und Auslandsreisen. Noten und Liedtexte lesen die Chorsänger aus ihren Musikmappen. Beim Singen müssen sie auf sprachliche und individuelle Aspekte sowie auf die Artikulation achten. Die Stimmen klingen stark, laut und …