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Editorial

Jana Louise, hier links im Bild zu sehen, hat sich auf ihren Unterarm die Koordinaten von Würzburg tätowieren lassen. Warum? Weil sie von Düsseldorf alleine in unsere Stadt gezogen ist, um ihre Ausbildung als Floristin zu beginnen: ein sehr großer und mutiger Schritt in ihrem Leben. In unserer Bilderstrecke „Ein Tag mit …“ haben wir dieses Mal die Jungwinzerin Franziska Schömig begleitet. Sie bevorzugt es, draußen in der Natur zu sein, zu arbeiten und mit den Händen in der dreckigen Erde zu wühlen, anstatt über glatte Smartphone-displays zu streichen. Beiden Frauen ist die Erdung, die Verbundenheit mit einem Ort wichtig. Nein, wir fangen hier jetzt keine verklärte Heimat-Diskussion an. Aber Zuge-hörigkeit oder „Verortung“ sind Bestandteile der Identität jedes Menschen – und spielen oft eine größere Rolle, als wir denken.  Moden ändern sich, eine Stadt verändert sich, auch Heimatgefühle können sich ändern – doch tief in uns schlummert etwas, auf das wir vielleicht öfter wieder mal hören sollten. Die beiden digitalen Nomaden Steffi und Nick sind immer auf Achse und überall in der Welt zu Hause. Wir …

Hallo Nachbarn…

Kennst Du eigentlich Deine Nachbarn? Wirklich? Gut? … oder hast Du nur eine Meinung über sie, die auf ihrer Kleidung, dem nicht korrekt befüllten Gelben Sack oder den üblichen Treppenhaus-Hallo-Oberflächlichkeiten beruht? Unsere beiden Models auf dem Titel sehen so aus, als seien sie dem Neuköllner-Hipster-Zoo entwischt und würden gerade im angesagtestem Start-up der Stadt ein ultra-fancy-mäßiges Praktikum anfangen … Nix da: Michel (der Jüngling im Foto links) macht gerade – very, very oldschool – eine Lehre als Holzbildhauer (Ja, auch die sind systemrelevant!) und Lilli ist vom hippen Berlin hier aufs Land gezogen und freut sich sehr über die Ruhe. Hättet Ihr nicht erraten, oder? Wir sind in dieser Ausgabe wieder raus in unsere Stadt gegangen und haben uns mit anderen Augen umgesehen: Haben Menschen getroffen, die Nachbarn bzw. Mitbewohner geworden sind und sich gegenseitig helfen … die Geschichten aus ihrem oft nicht leichtem Leben erzählen (living books) und neue Konzepte gesponnen: (Gewerbegebiet-Lust, whats that?) … sind in Kantinen für Euch essen gegangen (Ja, wir haben es überlebt und zwar gar nicht so schlecht!) … waren …

Irgendwas mit Äpfeln???

Wahrscheinlich hast Du schonmal irgendwo irgendwas davon gehört, es nennst sich NLP, die Neuro-Linguistische Programmierung. Dabei geht es darum, die Psyche eines Menschen durch gewisse Sinnesreize  (hören, schmecken, fühlen, riechen und sehen) zu manipulieren. Ein bekanntes Beispiel, dass diese Verhaltensmodifikation nicht nur auf den Menschen beschränkt ist, ist der Pawlowsche Hund. Jedes Mal, bevor der Hund sein Futter bekommt, wird ein Glöckchen geläutet. Nach einer gewissen Zeit verbindet der Hund das Läuten mit „Gleich gibt’s was zu Essen“ und fängt an zu sabbern, eine Neuro-Linguistische Programmierung hat stattgefunden; Glöckchen = Futter. In früheren Zeiten, bevor es Mobiltelefone und elektronische Terminkalender gab, war der berühmte „Knoten im Taschentuch“ eine beliebte Methode, sich wichtige Dinge zu merken, ebenso einfach wie genial. Falls es etwas Wichtiges gab, hat man sein Stofftaschentuch genommen und einen Knoten reingemacht. Man ging dann seiner gewohnten Tätigkeit nach und musste nicht dauernd angestrengt versuchen, etwas im Hinterkopf zu behalten, um es nicht zu vergessen. Im Laufe des Tages hat man dann irgendwann (wahrscheinlich zum Naseputzen) zum Taschentuch gegriffen, bemerkte den Knoten, wusste wieder …