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Liebste Nachbarn

Der Sommer ist vorbei. Die Ferien sind rum. Ausgelutscht. So schnell. Wir wollten so unendlich viel unternehmen und erleben … doch die Zeit ist erbarmungslos in unseren Fingern weggeschmolzen und hinterlässt ein klebriges, aber schönes Gefühl an die letzten warmen Monate. Jetzt beginnt wieder der Ernst des Lebens: Die Schule, später die Uni, im Job muss man langsam wieder E-Mails beantworten, die das Postfach überfüllen – und man hofft vergeblich auf das Urlaubsboni-Verständnis von Kollegen und Kunden. Wir waren unterwegs in diesem heißesten Sommer ever, haben uns tief in die Nachbarschaft hineingeforscht und konnten – obwohl wir glaubten, Würzburg eigentlich schon wie unsere Westentasche zu kennen – jede Menge Neues entdecken: … in den leeren, heißen Strassen im August … im zwischen-nachbarschaftlichen Miteinander am Campingplatz Kalte Quelle … und in den Handschrift-Schatzkisten von Klaus Meixner. In diesem Sinne: Betrachtet dieses Heft wie die Erinnerung an ein sommerliches Eis: – süß, lecker aber leider auch vergänglich – und schleckt es (inhaltlich) genüsslich aus 😉 DIE LIEBEN NACHBARN

Original Handschriften

„Wenn ich nachts nicht schlafen kann, wühl ich mich durch meine Dokumente.“ Klaus Meixner handelt mit Autographen – und besitzt eine beeindruckende Sammlung von mehreren tausend Schriftstücken. Wir haben ihn in seinem Archiv besucht und kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Lest selbst. „Ob ich Interesse hab? Meinst du das ernst?“ Meine spontane Reaktion auf das Angebot, ein Interview mit einem Würzburger Handschriftensammler zu führen, lässt Nico grinsen. „Hab ich mir fast gedacht“, antwortet er. Eine Woche später machen wir uns also mit Kamera, Block und Kuli bewaffnet auf den Weg in die Friesstraße – dort befindet sich das Fachantiquariat des Autographen Klaus Meixner. Zugegebenermaßen hab ich mich nicht gerade wahnsinnig intensiv auf das Interview vorbereitet. Ein wenig recherchiert und zur Sicherheit nochmal die Definition des Worts Autograph gegoogelt. Interviewfragen hab ich mir für den Fall der Fälle zwar notiert, war mir aber sicher, dass all meine Fragen sowieso ganz von selbst aus mir heraussprudeln würden, weil ich das Thema so spannend finde. Dementsprechend habe ich auf dem Weg zum Interview nur eine vage …

Kalte Liebe rostet nicht.

3-STERNE-ALL-INCLUSIVE AUF MALLE WAR GESTERN: Wer heutzutage gediegen urlauben möchte, der campt wieder. Ein besonders entdeckenswertes Kleinod für Erholungssuchende mit mobilem Zuhause liegt direkt vor unserer Haustür. Vollbepackt mit Vorurteilen von Plastiktischdecken, Gartenzwergen und Co. haben wir ihm einen Besuch abgestattet – und wurden in vielerlei Hinsicht überrascht … Elf Uhr mittags an einem Sommertag in Heidingsfeld. Etwa zehn Kilometer südlich von Würzburgs Altstadt eröffnet sich vor uns das Tor zu einer Parallelwelt. Direkt am Main gelegen befindet sich hier inmitten von Wiesen und Feldern ein Campingplatz mit dem klangvollen Namen „Kalte Quelle“, auf dem seit über einem halben Jahrhundert Gäste aus aller Welt zeitweise oder dauerhaft ihr Lager aufschlagen. Wobei „Lager“ in den meisten Fällen freilich einem Understatement gleichkommt – dazu aber später mehr. Die ersten, die uns in dieser Welt begegnen, sind ein Haufen nicht zu überhörender Niederländer, die es sich vor ihren zwei vollintegrierten Reisemobilen mit Kaffee, Schnittchen und einem Kartenspiel gemütlich gemacht haben. Vollintegriert – das hat man uns kurz darauf erklärt – sagt in diesem Fall aber weniger über das …

Wine – Working – Women

WEINGUT FRANZISKA SCHÖMIG. Ein eigenes Weingut?  … so jung … mit knappen 30 Alleine? Nein, nicht ganz alleine: Familie, Freunde und Freunde von Freunden packen gern mal an, wenn es zum Beispiel heißt: Morgen müssen die Trauben runter.