Alle Artikel in: NACHBARN

Lieder-Nachbarn-Abend

Ein geheimes Wohnzimmerkonzert in deiner WG? Es ist immer sehr schwierig, Musik in Worte zu fassen … und dann noch die eigene … ein Versuch: wie klingt denn euer neues Album? Ja, es ist auf jeden Fall schwierig, dem Ganzen mit ein paar Worten einen Stempel aufzudrücken. Was auf jeden Fall auffällt ist, dass wir die Trennlinie zwischen klassischer Band und elektronischer Musik immer weiter verschwimmen lassen. Wir versuchen da bewusst auch eine Gratwanderung und vermischen Synthesizer mit vielen akustischen Instrumenten. Wir machen mittlerweile auch solange zu dritt Musik, dass wir wissen: Wenn wir einen Song zusammen schreiben, dann wird er immer diese leicht melancholische Stimmung haben, ohne dabei tieftraurig zu werden.

Klein, aber mein

Es muss nicht immer höher, größer, breiter sein: Was, wenn man für den Traum von den eigenen vier Wänden auch auf kleinem Fuß leben könnte? Innovative Beispiele urbaner Lebensformen zeigen die Zukunftsgärten der Landesgartenschau Würzburg.

Licht & Schatten

Würzburger Kirchen in der Weihnachtszeit. Zwischen Licht und Schatten, hell und dunkel, zwischen beeindruckender und beängstigender Architektur. Wir haben 24 verschiedene Würzburger Kirchen in der Weihnachtszeit besucht, um die verschiedenen Stimmungen einzufangen, die Architektur und Licht erzeugen. Fotos: Nico Manger

Hilfe ist die halbe Miete

Unterkunft gegen Unterstützung: So lautet das Prinzip von „Wohnen für Hilfe“. Das Projekt vermittelt Wohnpartnerschaften – Studierende bekommen ein günstiges Zimmer, Senioren, Alleinerziehende oder behinderte Menschen Hilfe im Alltag. LIEBE NACHBARN war zu Besuch bei einer Würzburger Wohnpartnerschaft. Amy ist 29 Jahre alt, alleinerziehende Mutter und berufstätig. Ihr sieben Jahre alter Sohn Emil geht in die zweite Klasse – natürlich kollidieren die Arbeits- bzw. Schulzeiten der beiden miteinander. „Ich habe keine Familie in der Nähe. Das stellt einen natürlich immer wieder vor neue Herausforderungen“, sagt Amy. Auf der Suche nach Unterstützung stolperte sie im Internet dann über das Projekt Wohnen für Hilfe. „Ich habe einfach dort angerufen und nachgefragt, ob man auch mich als Alleinerziehende in das Programm mitaufnehmen würde. Schließlich bin auch ich auf Hilfe angewiesen. Ja, und schon wenige Wochen später wohnte Lena bei Emil und mir …“ Tausche Zimmer gegen Unterstützung Das Projekt Wohnen für Hilfe ist mittlerweile in rund 30 deutschen Universitätsstädten für Studenten zu einer echten Alternative bei der Wohnungssuche geworden – das Prinzip dahinter: Ältere Menschen, Familien, Alleinerziehende und …

Balz auf dem Würzburger Catwalk

Von dezentem Wegschauen hält man hier nichts: In Würzburg wird hinterhergeguckt, was das Zeug hält. Klar, dass es in lauen Sommernächten zwischen Festung und Residenz auf den städtischen Catwalks nur so wimmelt.  Als Einstieg für Touris, Neuwürzburger und gut betuchte Franken eignet sich natürlich am besten die Alte Mainbrücke. Eintrittskarte für die Mainvariante der Münchner Schickeria ist lediglich der klassische Brückenschoppen, den es geschickt durch die Menschenmassen zu jonglieren gilt. Für die Damen schickt sich außerdem die hochgekrempelte weiße Hose, kombiniert mit einer leichten Daunenjacke in pastelligen Frühlingsfarben. Dazu eine männliche Begleitung, leicht gebräunt, mit lässigem Kaschmirpullover über den Schultern. So lehnt man sich dann elegant neben Kilian an die Brückenmauer und begutachtet die – im Rausche des Weines – mediterran anmutende Landschaft. Und ihre Bewohner. Halbwegs unauffällig. Ganz und gar nicht unauffällig läuft das Prozedere dagegen beim Sonntagstreff ab. Location: MS Zufriedenheit beim Kulturspeicher. Niveau: für Würzburger, die schon ein paar Leute kennen. Denn hier guckt man sich unverblümt hinterher und grüßt dabei lässig nach links und rechts. Je häufiger, desto besser. Kommt man …

Das Dalle – Mehr als sehen und gesehen werden

Das Schwimmbad: heiß, nass, viel nackte Haut und hemmungsloses Beglotzen. Nicht umsonst sagt man vom Dalle, wie es von den Würzburgern liebevoll genannt wird, dass es dort nur um Sehen und Gesehen werden geht. Jeder präsentiert seinen Körper, alle glotzen – und das flirten kommt auch nicht zu kurz. Aber ist es denn wirklich so? Und war das schon immer so?  Um das herauszufinden, ist eine genaue Analyse der verschiedenen Badegäste unverzichtbar. Denn wer glaubt, alle Badegäste liegen quer im Dalle verteilt ohne jedes System, der hat sich getäuscht. Nahezu jeder Gast ist Mitglied einer festen Gruppe. Wer nicht drin ist, gehört auch nicht dazu. DER TURMFALKE Fast schon als Rudel kann man da beispielsweise die Turmspringer sehen. Junge, trainierte Kerle, die lebensmüde genug sind, vom berüchtigten 10-Meter-Brett zu springen. Und das auch nicht irgendwie, sondern in akrobatischen Figuren. Sie sind die Könige des Dalle. Jeder sieht sie, jeder kennt sie und keiner traut sich näher an sie ran. Sie sind immer unter sich – und wenn der Turm gerade mal nicht offen ist, tummeln …