Alle Artikel in: ARBEIT & VERGNÜGEN

Die neue DSGVO Verordnung

Der Datenschutz im Arbeitsverhältnis – wie hat der Arbeitgeber mit meinen Daten umzugehen? Am 25.5.2018 ist die EU-Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO) zusammen mit dem reformierten Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) in Kraft getreten. Durch die Reform wurde auch der Beschäftigtendatenschutz erheblich gestärkt. Der nachstehende Beitrag liefert einen Überblick über die wesentlichen Rechte und Pflichten des Arbeitgebers im Umgang mit den Daten des Arbeitnehmers (Beschäftigtendatenschutz): Darf mein Arbeitgeber Daten über mich sammeln? Wenn ja, welche? Die Verarbeitung personenbezogener (Beschäftigten-) Daten ist dem Arbeitgeber grundsätzlich verboten, wenn sie nicht ausdrücklich vom Gesetz erlaubt ist oder der Arbeitnehmer der Datenverarbeitung zugestimmt hat. Personenbezogene Daten von Beschäftigten dürfen von Gesetzes wegen für Zwecke des Beschäftigungsverhältnisses verarbeitet werden, soweit dies für die Begründung, Durchführung oder Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses erforderlich ist, § 32 BDSG. Für andere Zwecke bedarf es der Einwilligung des Arbeitnehmers, wobei diese nur wirksam ist, wenn der Arbeitnehmer darauf hingewiesen wird, dass er diese jederzeit widerrufen kann. Darf der Arbeitgeber Bewerberdaten speichern? Die Speicherung personenbezogener Daten darf nur zweckgebunden erfolgen. Ist die Stelle einmal besetzt, besteht kein Grund mehr, die Informationen der abgelehnten …

Original Handschriften

„Wenn ich nachts nicht schlafen kann, wühl ich mich durch meine Dokumente.“ Klaus Meixner handelt mit Autographen – und besitzt eine beeindruckende Sammlung von mehreren tausend Schriftstücken. Wir haben ihn in seinem Archiv besucht und kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Lest selbst. „Ob ich Interesse hab? Meinst du das ernst?“ Meine spontane Reaktion auf das Angebot, ein Interview mit einem Würzburger Handschriftensammler zu führen, lässt Nico grinsen. „Hab ich mir fast gedacht“, antwortet er. Eine Woche später machen wir uns also mit Kamera, Block und Kuli bewaffnet auf den Weg in die Friesstraße – dort befindet sich das Fachantiquariat des Autographen Klaus Meixner. Zugegebenermaßen hab ich mich nicht gerade wahnsinnig intensiv auf das Interview vorbereitet. Ein wenig recherchiert und zur Sicherheit nochmal die Definition des Worts Autograph gegoogelt. Interviewfragen hab ich mir für den Fall der Fälle zwar notiert, war mir aber sicher, dass all meine Fragen sowieso ganz von selbst aus mir heraussprudeln würden, weil ich das Thema so spannend finde. Dementsprechend habe ich auf dem Weg zum Interview nur eine vage …

Von Gaben, Schicksalen und Prophezeiungen

Anja Reiner blickt jeden Sonntag beiRadio Gong in die Zukunft der Würzburger Zuhörer. In diesem Jahr feiert sie dort ihr 10-jähriges Jubiläum. Die 43-Jährige lebt in Karlstadt und entdeckte ihre Leidenschaft fürs Tarot vor 15 Jahren. Anja, wie kamst Du dazu, Karten zu legen? Ich habe schon in meiner Kindheit Vorahnungen gehabt, aber als Kind kann man damit ja nicht umgehen. Meine Großmutter war auch eine sehr spirituelle Frau. Sie legte Karten und hatte Träume und Visionen, die eingetreten sind. Angst hat mir das aber nie gemacht. Wann hast Du das Kartelegen zum Beruf gemacht? Erstmal habe ich das hobbymäßig praktiziert – und als immer mehr Menschen zu mir kamen, habe ich mich 2007 selbstständig gemacht: erst nebenberuflich und dann irgendwann hauptberuflich. 2007 begann ich auch mit dem Kartelegen bei Radio Gong. Seither habe ich regelmäßige Stammkunden, die über Jahre hinweg immer wieder zu mir kommen. Auch meine Familie und meine Freunde fanden toll, dass ich mich selbstständig gemacht habe. Sie bemerkten selbst, dass es passt, was ich lege und standen immer hinter mir. Was …

Faire & stilvolle Mode

Unter dem Motto „Kleines Glück mit großer Wirkung“ bietet liten lycka und JAC fairproduzierte Kleidung an. Dass dies nichts mit zeltförmigen, tristen Kleidern und Jutebeuteln zu tun hat, wird schnell klar. Der neu eröffnete Laden besteht aus zwei Bereichen, die von Jill Collins und Diana Moegen geführt werden. liten lycka steht  für das kleine Glück im Leben, welches sich durch gemütliche Wohn-accessoires ins Heim holen lässt. JAC bedeutet Just Act Collective: Gemeinsam etwas Gutes tun. Durch ihr eigenes Handeln möchte Jill auf globaler Ebene im Alltag ihrer Partner, Näherinnen und Kundinnen etwas Gutes tun. So handeln alle gemeinsam – und füreinander. Nachhaltige Unterstützung der Näherinnen Während ihres Studiums am Fashion Institute of Technology in New York hegte Jill den Traum von einem Laden, um kleine Labels zu unterstützen. Als sie nach Deutschland zog, wurde soziale Gerechtigkeit immer wichtiger für sie. Heute unterstützt Jill mit JAC aufstrebende Designer, kleine Labels – und deren Näherinnen. Am liebsten bietet Jill Kleidung von Labels wie Elegantees an, bei dem nepalesische Frauen arbeiten, die der Zwangsprostitution entkommen sind – und …

Mobil in Wü

Neu hier? Dann nichts wie ab ins Getümmel. Am besten natürlich mit Bus oder Straba. Wer sich in unserer schönen Stadt dennoch todesmutig per Auto oder Fahrrad von A nach B bewegen will, dem sei Folgendes mit auf den Weg (haha) gegeben. Berliner Ring Ja, der Berliner Ring, der Kreisverkehr der Kreisverkehre der Kreisverkehre. Als Auto- oder Fahrradfahrer kommt man in Würzburg um dieses Rondell des Grauens einfach nicht herum. Oder besser gesagt: hindurch. Der Berliner Ring verfügt eigentlich über drei Spuren. Dennoch gilt: Die innere Spur ist grundsätzlich tabu. Der Legende zufolge existiert hierzu auch ein Stadtratsbeschluss aus dem dritten vorchristlichen Jahrhundert, welcher der Redaktion aber leider nicht vorliegt. Warum sich an diesem Verkehrsknotenpunkt gefühlt mehr Staus und Unfälle ereignen als auf der A1 zwischen Köln-Niehl und Kreuz Köln Nord ist vor allem der geografischen Lage des Berliner Rings geschuldet: Er befindet sich nämlich in Deutschland – und der durchschnittliche deutsche Autofahrer ist in Sachen Flexibilität, Improvisation und Kommunikation bekanntlich ja eher so semibegabt. Sprich: Er fährt grundsätzlich hochaggressiv in den Kreisverkehr ein, um …

Wenn der Berch ruft

Nicola Thomas, auch Nicki genannt, hat es von Würzburg nach Erlangen gezogen. Wegen des Studiums natürlich. Was sie genau macht, und vor allem warum, erzählt sie Euch nachfolgend selbst … Würzburg, meine Heimat, meine Liebe und der Mittelpunkt meines Bachelorstudiums in Philosophie, Religion und Germanistik. Nach einer kurzen Panik, mein Herr Papa könnte Recht haben – und ich mit diesen „brotlosen Künsten“ auf der Straße landen, entschied ich mich: Das kann noch nicht alles sein, ein Master muss her. Am besten mit Praxisbezug, aber trotzdem mit Muse für mein geisteswissenschaftliches Gemüt. Und bitte nicht zu weit weg von Main, Wein und Freunden. Und ohne Mathe. So lockten sie mich von Würzburg weg nach Erlangen – schöne Stadt, ein Mango-Laden, Bergkirchweih, Bier – zum Master Medien-Ethik-Religion. „Irgendwas mit Medien“ also. Nun im Ernst. Nach wie vor werde ich schräg angeschaut, wenn ich sage, was ich studiere. Keiner kann sich etwas darunter vorstellen, doch eigentlich betrifft es uns alle jeden Tag, jede Stunde und auch gerade jetzt in diesem Moment. Nicht nur „irgendwas mit Medien“ TV, Netflix …

Musical-Fieber

Der große Traum vom Musical. Das dachten sich auch Burcu und Terry – zwei leidenschaftliche Tänzer aus Kitzingen – und machten sich deshalb auf den Weg nach Norwegen in die Stadt Stavanger. Innerhalb kürzester Zeit wurde geplant, gepackt und dann aufgebrochen. Obwohl beide auf dem tänzerischen Gebiet schon sehr viele Erfahrungen gesammelt hatten und auch in einer Würzburger Tanzschule unterrichten, war ein Musical bisher Neuland für die beiden. In dem kalten Land mit wenig Sonnenlicht entstand schließlich in kürzester Zeit das Musical „Mysteriet på Stavangeren“. Ihr beide habt bei einem Musical in Norwegen mitgewirkt. Wie kam es dazu? Burcu: Ich habe Valentina Reyes, die Initiatorin des Musicals, letztes Jahr im Januar in Frankfurt bei ihrem Workshop kennengelernt. Wir sind direkt sehr gut miteinander klargekommen. Auf einer Grillparty einer Freundin, auf der wir beide eingeladen waren, erzählte sie mir dann von ihrer Idee. Daraufhin kam dann auch die Anfrage ihrerseits. Terry: Die Produzentin habe ich durch Burcu kennengelernt. Wir verstanden uns gut und sie erzählte uns von ihrer Idee. Nach ein paar Monaten schrieb sie mich an …

Vom Main zur Weltmeisterschaft

Mal ehrlich: Viele Würzburger haben sich mit dem Thema Rudern höchstwahrscheinlich noch nie wirklich auseinandergesetzt. Wir von Liebe Nachbarn dachten uns deshalb: Es ist Zeit, dies zu ändern. Deshalb haben wir Anneke und Joachim, zwei junge Ruderer des akademischen Rudervereins Würzburg, eingeladen und ihnen ein paar Fragen zum Thema Rudern gestellt. Und los geht’s! Wann habt ihr mit dem Rudern angefangen und wie kam es dazu? Anneke: Ich bin das allererste Mal 2009 im Ostertrainingslager des akademischen Rudervereins gerudert. In der fünften Klasse kamen Leute des Vereins zu uns in die Schule und haben für das Trainingslager geworben. Ein paar Freunde von mir sind auch mit ins Lager gekommen – ich war allerdings die einzige, die danach weitergemacht hat. Joachim: 2005 – in der sechsten Klasse wurde bei der Einführung des Schulruderns ein Ruderergometer mit in die Schule gebracht. Dieses durfte jeder einmal ausprobieren. Da wurde mein Interesse geweckt und ich bin zum Schulrudern gegangen. Ab wann wusstest ihr, dass ihr das leistungsmäßig machen möchtet? Anneke: Beim Übergang zwischen Kindermannschaft und Junioren. Mit 14 Jahren …

Dettelbach & Muskatzinen

Lecker Geschichte: In Dettelbach steht Frankens älteste Konditorei – seit satten 330 Jahren kreiert, backt, verziert und dekoriert man im Café Kehl fleißig allerhand Köstlichkeiten. Dabei entstanden auch die berühmten und weltweit einzigartigen „Muskatzinen“. Höchste Zeit also für einen Blick in die Backstube! Es war einmal, vor langer Zeit in einer nicht allzu weit entfernten Ortschaft: Im Jahre 1686 – also vor rund 330 Jahren – nimmt eine Konditorei in Dettelbach den Betrieb auf und kreiert im Laufe der Zeit eine fränkische Gebäckspezialität, die bis heute weltweit ihresgleichen sucht. Damals vermochte wohl niemand zu ahnen, dass es diese Köstlichkeit auch 2016 noch geben könnte. Die Rede ist – natürlich – von den berühmten Muskatzinen und dem Ort ihrer Erfindung: dem Café Kehl in Dettelbach, Frankens traditionellster Konditorei, betrieben von der Familie Dauenhauer. Sie kümmert sich auch um die Weinstube samt Restaurant, welche in dem 1540 erbauten historischen Fachwerkhaus untergebracht ist. Doch zurück zu den Muskatzinen: Erfunden hat sie einst Urban Degen, ein echter Meister aus der Zunft der Zuckerbäcker. Von diesen gab es damals in …